Der
Alte verwies mich mit den Worten: Dein Türzuschlagen hat gar nichts
genützt. Denn wie du siehst bin ich doch hier. Geister entstammen
den Stimmen der Menschen. Unten über dem tiefen See rauscht immer
ihr Flug. Wir sind nie mehr allein.

Die
Räder des Zuges sind etwas anderes. Und ein Baum ist etwas anderes
als ein Zug. Und ein Bahnhof ist etwas anderes, als ein Wald, sagte
der Mann. Du wirst das (in der Eibia) schon sehen. Er lachte
zahnlocken und trank einen Schlürfer Kaffee. Manwed sagte: Man muss
den Bahnhöfen entgehen. Und sie entgingen dem Bahnhof über einige
Straßen im Dorf, auf die kleine Häuser sahen und Fragen stellten.
Die Fragen gehören zu den Häusern, wie die Dörfer und Gleise zu
den Bahnhöfen gehören, dachte er. Alle Häuser hier, sagte er,
stehen im Dienste des Bahnhofs. Und sie sagte ja, aber ihre Fragen
sind nicht mehr die selben wie früher.

Sie
liefen einige Zeit entlang der rostigen Schienen und um sie herum
gingen die Weiten. An ihnen entlang ging die Weite des Gesangs in den
Gleisen und in den Stimmbändern der Züge, eben und gleichmäßig
und spitz zulaufend bis an den Nebel.

Und
andernseits gingen die Weiten, brusthoch und drohsam, geduckt vor den
Baumreihen führen Wiesen im Dunkel hinein in die Wälder und die
Wälder versanken selbst wieder im weißwandigen Dunst. Je weiter der
Nebel sich dehnte, um so schmäler fühlte er die eigenen Gestalten,
wie sie falschfarben, grellend sich im Nebel bewegten. Er nahm einen
Stein aus dem Steinbett der Gleise. Und sie fragte: Willst du mich
damit erschlagen? Und er sagte: Wer keine Angst hat, muss sich nicht
tarnen.

Sie
tauchten in das Fadengewese der Wiesen und Sträucher und gingen über
schmale Wege und Brücklein hinein in den Wald. Und der Mann sagte:
Man kann sich hier leicht verlaufen.

Das
hier wird immer ein High-Tech Zentrum sein, sagte Manwed. Es kann
keine Rückkehr des Waldes in die Dörfer geben. Und wer hier in den
Wald geht, der wird den Bewohnern verdächtig. Im Wald sieht man
Menschen den Nebel atmen. Und der Nebel entstellt, sagt man im Dorf,
und doch ist er eine selbstverständliche Sache.

Der
Wald ist eine selbstverständliche Sache und die geschorenen Köpfe.
Das ist eine selbstverständliche Sache, der Vorgarten und die
Straße. Der Nebel ist eine selbstverständliche Sache, die
Verwaltungsgebäude. Hermann Löns ist eine selbstverständliche
Sache. Die Zecken und die Abwesenheit der Wölfe und die Angst vor
ihrer Rückkehr, sind eine selbstverständliche Sache. Die Gleise
sind eine selbstverständliche Sache und dass ihre Frage andere sind
als die der Bäume. Die Frage der Bäume feilt an der öffnenden
Drehung in die dunklen Räume des Bunkers, die Frage der Gleise aber,
geht auf eine Steinflut im Gleisbett.





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