Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Die Brille

Von Franziska Trute

Die Brille ist ein Konstrukt zur Verbesserung der menschlichen Sehleistung. Sie besteht aus einem Kunstoffgestell und je einer, die Sehleistung korrigierenden, Brillenlinse. Zwei Brillenbügel, die auf den Ohren aufliegen sowie eine kleine Nasenmulde bieten der Brille Halt und sichern ein Verrutschen des Brillengestells bei kleineren Erschütterungen, z. B. beim Gehen. Durch die Befestigung der Brillenbügel mittels 1-2 cm kleinen Schrauben sowie dem Anbringen einer kleinen Feder am Übergang zwischen Brillenfassung und Gestell wird eine minimale Spannung auf die Brillenbügel übertragen. Dies verhindert ein ständiges Herunterrutschen auf dem Nasenbein. Früher als Nasenfahrrad deklarierter und verpöhnter Gebrauchsgegenstand, mutierte die Brille in den letzten Jahren zum Fashion Accessoire. Brillengestelle sind in jeglicher Couleur und in verschiedenen Fassungen beim Optiker erwerblich.

Man könnte eine überdimensionale Space Brille durch einen 3D Drucker bauen lassen und diese mit einer von allen Kindern dieser Welt zusammengebauten LEGO Rakete ins Weltall jagen. Dort angekommen, würden sich die Brillengläser als Vergrößerungsglas entfalten. Die Sonnenfeuerstrahlen werden durch einen internen Speicher der Brille eingefangen und mittels Fernbedienung während der schrecklichen Winterzeit outgesourct. Dies würde die winterliche Selbstmordrate um etwa 66,69 Prozent senken.

Quellen:
-Autor unbekannt: Satyrische Brille für alle Nasen. Ein Tagblatt für Geschmack, Kultur und Kunst, Band 1. Küffner, 1830 
S.1 („Lieber Freund! Ich liege in den letzten Zügen – Wenn Sie diese Zeilen erhalten, bin ich nicht mehr! – Staunen Sie, aber lassen Sie Ihre Brille nicht fallen – und hören Sie mich an in wenigen kurzen Worten!“)
-Bockelmann W.-D.:Auge- Brille – Auto: Besser sehen – Sicher fahren. Springer-Verlag,2013.
S.226 („ Auch dann säße die Brille zu tief, Gesichtsfeld und Sehen des Fahrers wären beim Geradeausblick folglich verändert.“)
-Hagenfall H.,Walter S.: Brille im Film. 200 Szenefotos und 200 Texte. E-book, 2014
Kapitel „Vier im roten Kreis“ („ Seine Brille, was soll man dazusagen?“)
-Biller M., Seidl C.: Der perfekte Roman. Das Maxim Biller Lesebuch.Deutscher Taschenbuch-Verlag, 2003
S.60 ( „Und plötzlich sah sie, wie sein Gesicht zuckte, wie er seine Brille abnahm und auf den Tisch legte und wie er sich dann mit den Handballen die Augen zu reiben begann.“)
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