Litradio | Vom Fälschen und Lügen

Litradio | Vom Fälschen und Lügen

Thomas Klupp war im Rahmen der LiteraTour Nord zu Gast im Literaturhaus St. Jakobi, Hildesheim. Er las aus seinem neuen Roman  Wie ich fälschte, log und gutes tat. Dieser spielt, wie schon Klupps  Debut Paradiso, im oberpfälzischen Weiden und erzählt die Geschichte vom 16-jährigen Schüler Benedikt Jäger. Dieser gerät durch den Versuch seine wahre Situation in der Schule vor den Eltern zu verbergen in eine Spirale aus Lügen und muss immer weiter betrügen, um diese aufrechtzuerhalten. Das Buch kann als zynischer Kommentar zu einem Schulsystem und dessen Leistungsversessenheit gelesen werden, die quasi zum betrügen einladen. In dem gelesenen Kapitel geht es allerdings nicht direkt ums Fälschen sondern um Tennis und dessen psychologische Komponente. LesungSt. JakobiThomas KluppAudio Keine aktuelleren Artikel Source...
Litradio | Lesung Nerv-Magazin: GIFT

Litradio | Lesung Nerv-Magazin: GIFT

Im Hinterraum des Wohnzimmers in Hildesheim gab es am 29. November wieder eine feine aber kleine Release-Lesung.Der neue Nerv ist da – mit Texten und anderem rund ums Thema “Gift”. Die Zuschauer*innen kamen in den Genuss vier davon vorgelesen zu bekommen, teilweise von den Auto*innen selbst, teilweise von Mitgliedern der Redaktion, wenn die Verfasser*innen verhindert waren.Musikalisch begleitet wurde der Abend von GRETA (https://www.facebook.com/GRETAmusic/) mit Gesang, Gitarre und Klavier. Source...
Kathrin Passig – Trial und sehr viel Error

Kathrin Passig – Trial und sehr viel Error

Im Vortrag Trial und sehr viel Error, den die Autorin Katrin Passig auf dem Eröffnungskongress des Zentrums für digitalen Wandel der Universität Hildesheim hielt, sprach sie über ihre Erfahrungen mit diversen Projekten im Netz und deren Werdegang. Sie kommt zur Erkenntnis, dass sich die Menschen in diesen Kollektiven früher oder später stets zerstreiten, wodurch auch die Inhalte der Projekte oft gefährdet sind. Passig ging unter anderem der Frage nach, wie sich verhindern ließe, dass Kollaborationen im Netz allzu oft durch quasi-monarchische oder diktatorische Strukturen gekapert werden. Wie lassen sich demokratische Prinzipien für ein gleichberechtigtes und produktives Zusammenarbeiten im Internet etablieren? Source...
Litradio | OPEN MIKE 26

Litradio | OPEN MIKE 26

open mike 26 Die 26. Ausgabe des open mike fand erneut im Heimathafen Neukölln statt. Über 500 Texte aus den Gattungen Prosa und Lyrik wurden bis zur Deadline im Juni eingeschickt. Von einer Vorjury, bestehend aus sechs professionellen Lektorinnen und Lektoren, wurden daraus 20 Favoriten ausgewählt, die am 17. und 18. November von den Finalist*innen vorgetragen wurden. Die Jury, die aus July Fricke, Katja Lange-Müller, und Steffen Popp bestand, kürte daraus drei Gewinnertexte außerdem wurde von der taz wieder der Publikumspreis vergeben. Die drei insgesamt auf 7500€ dotierten Preise haben, in der Kategorie Prosa ,Yade Yasemin Önder („bulimieminiaturen“), in der Kategorie Lyrik, Lara Rüter („Gedichte“) und Kyrill Constantinides Tank (“alles ὕλη nix είδος”) gewonnen. Bewerben konnten sich für den 26. open mike junge Schreibende (bis 35 Jahre), die weder eine eigene Buchpublikation, noch einen Vertrag für eine Publikation abgeschlossen haben. Die eingereichten Texte mussten außerdem unveröffentlicht sein. Alle Texte der Finalist°innen wurden in einer Anthologie veröffentlicht und erschienen im Allitera Verlag (www.allitera.de). Litradio war für Euch vor Ort und hat alle Lesungen aufgenommen.   Die Finalist°innen: Kyrill Constantinides Tank Kyrill Constantinides Tank, 1990 in München geboren, studierte dort Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste. Hier machte er erste Erfahrungen mit Live-Auftritten und Performances, sowohl solo als auch in Kollektiven und Bands (i.e.org.i.e.n / LadeKabel / Lappenforum). Neben bildhauerischen und malerischen Tätigkeiten entwickelte er seine performative Praxis weiter, in der der gesprochene Text Hauptakteur wurde. Während eines Auslandssemesters in Athen bespielte er mit seinen Freunden den selbstorganisierten Ausstellungsraum Circuits and Currents über den Radiosender CircuitsOnAir mit Soundcollagen, Live-Improvisationen und Diskussionen. Astrid Ebner Astrid Ebner, geboren 1987 in Graz, aufgewachsen in...
STATE10 TEIL 8: INNENSTADT, WASCHGÄNGE UND TRÖDELSHOP

STATE10 TEIL 8: INNENSTADT, WASCHGÄNGE UND TRÖDELSHOP

Waschgänge und Trödelshop   Für die reguläre Kundschaft des Waschsalon Waschtreff in der Bahnhofsallee bot sich die vergangen Tage ein kurioser Anblick. Mit konzentrierter Miene knieten vor bzw. steckten bis zu den Schulter in den Waschmaschinen eine ungewohnt hohe Zahl junger Menschen und verharrten in dieser Stellung für mehrere Minuten. In den Trommeln zu finden waren, eingebettet in Schals und Tücher, kleine Lautsprecher, aus denen Stimmen drangen. Es war eine Auswahl aus den Unmengen an Tonmaterial, welches Daphne Weber und Seria Kurz bei ihrer Recherche zum Thema Waschen gesammelt hatten. In Interviews mit ihren Großmüttern, einer Politikwissenschaftlerin und einer obdachlosen Freundin nähern sie sich dem Thema aus unterschiedlichen Richtungen oder erreichen von dem Thema ausgehend neue Gebiete.Ein Knotenpunkt, in dem wir vom Litradio-Team auf Tom und Daniel trafen, die sich bereit erklärten, uns ein paar Fragen zu beantworten. Auf der Suche nach einem ruhigen Platz, damit die Aufzeichnung auch verwendbar wäre, landeten wir im Trödelshop auf den Sofas. Hier entwickelte sich das Gespräch in eine kuriose Richtung.   www.state-hildesheim.de GesprächInnenstadt HildesheimState of the ArtState10TrödelshopWaschgängeAudio Keine aktuelleren Artikel Source...
STATE10 TEIL 7: HAUPTCAMPUS, TINGLES UND H.E.R.

STATE10 TEIL 7: HAUPTCAMPUS, TINGLES UND H.E.R.

Hauptcampus rosarot und feuchtfröhlich   Nachdem erste Hürden genommen – die Schuhe ausgezogen und Kopfhörer aufgesetzt sind – finden sich die Teilnehmer*innen von Tingles in rosaroter Atmosphäre auf der Studiobühne 2 des Hauptcampus wieder.Da fragt Lina in das linke Ohr der Teilnehmer*innen hinein Toni, welche sechs Wörter ihr zu lustvollem Sex einfielen. Toni antwortet von rechts mit einer Gegenfrage. Als „stille Beobachterin“, so beschreibt Maja nach Tingles ihre Rolle bei der Performance, befindet sie sich inmitten des Zwiegesprächs von Lina und Toni. Die Teilnehmer*innen wohnen einer intimen Zweisamkeit der beiden Performerinnen bei.Dann gibt es aber auch Momente, in denen Lina darüber spricht, wann Toni masturbiere. Diese Erzählungen richten sich nicht länger an Toni. Linas Worte erreichen die Teilnehmer*innen als seien sie an jede und jeden persönlich adressiert. Tingles lässt Zweisamkeiten entstehen, sie beobachten und erfahren. Mit der Frage danach, was die jeweils ganz eigene persönliche sexuelle Revolution wäre und wie sie aussähe, beziehungsweise was es bedeute, wenn den Teilnehmer*innen nichts einfalle, beenden Lina und Toni die „Session“.Nach kurzem Dank fürs Zuhören und Dasein der Teilnehmer*innen verlassen die Performer*innen Lina Gasenzer und Antonia Rehfueß die Studiobühne und laden dazu ein, sich die Zeit zu nehmen, noch ein wenig zu verweilen. Mit der Zeit ist das so eine Sache beim State – für viele führt der Weg direkt zur Studiobühne 1, wo letzte Plätze für H.E.R. vergeben werden. Hannah Brown wartet schon mit Himbeeren, Eis und Hochprozentigem darauf, in die Trias Hannah, Rebecca und Emily einzuführen und dabei Künste einer Barkeeperin zu zelebrieren.   Litradio nutzt den regen Betrieb am Hauptcampus und spricht mit Marie und Marie-Isabelle, beide mitwirkend im Dokumentationsdepartment...
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