Dialog. Eine Montage | Pfeil und Bogen

Dialog. Eine Montage | Pfeil und Bogen

A: Der Dialog ist komplex, kontextabhängig und veränderlich. C: Ich glaube an das Streiten und an den Dialog. Auch wenn ich glaube, dass „der Dialog“ als solcher nervtötend sein kann und es sicher einfacher ist, sich ihm zu entziehen und ihn zu ignorieren. Vorangestellt sei, dass es hier in aller erster Linie darum geht, dass ich mich besser gefühlt habe, weil ich meine Meinung zum Ausdruck gebracht habe, als schweigend etwas über mich ergehen zu lassen. Das ist für mich auch das dahinterstehende Ziel: ein Plädoyer für Selbstbefriedigung durch Meinung. A: „Dialog“ und „Rechtspopulismus“ sind Schlagwörter, die im Zusammenhang für Missverständnisse sorgen können. Es geht nicht darum, ob und wie mit rechtspopulistischen Parteien und deren Mitgliedern umgegangen werden soll, sondern vielmehr wie im Alltag auf Menschen, die zu ähnlichen Positionen neigen, reagiert werden kann. C: „Die Hütte“ ist eine Kneipe in der Hildesheimer Nordstadt. Ein paar Tage nach der Bundestagswahl hat es mich dorthin verschlagen. Das Setting klingt wie aus einem schlechten Witz. Ein Nichtwähler aus Überzeugung, ein Grün-Wähler, ein AfD-Wähler und die Barfrau sitzen am Tresen und sprechen über Politik. Zu viele Flüchtlinge kommen nach Deutschland  und die „Ehe für alle“ ist nicht richtig, denn „die sollen machen, was sie wollen, aber nicht mit unserer Ehe“. Alle sind sich einig. Keine Pointe. B: Populismus, den es links wie rechts gerichtet gibt, ist also eine politische Strategie, in der mit einfachen und meist nicht einzuhaltenden Lösungen, Probleme angesprochen werden, die angeblich das Volk, das sind „wir hier unten“, betreffen und die von „denen da oben“, das ist: die Regierung, das Establishment, ignoriert werden. Dazu kommt in der rechts gerichteten...
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