Sprachlos (2) – ein geräuschvolles Interview mit Nora Sobbe

Sprachlos (2) – ein geräuschvolles Interview mit Nora Sobbe

Wie klingen 10 Jahre Litradio? In dieser Mini-Podcastreihe führen wir Interviews mit aktuellen und ehemaligen Redaktionsmitgliedern von Litradio. 10 Jahre lang wurde hier viel über Literatur gesprochen. Nun ist es an der Zeit, Interviews ohne große Worte zu führen. Wir nehmen uns dieser Aufgabe an, indem wir unsere Gesprächspartner*innen nur mit Geräuschen auf unsere Fragen antworten lassen. Folge 2: Sprachlos mit Nora Sobbe In der zweiten Folge träumen wir von scheppernden Schiffsmasten im Wind, brühen Espresso und beschäftigen uns mit der Kommunikation von Alraunen. Source...
Sprachlos (1) – ein geräuschvolles Interview mit Mareike Köhler

Sprachlos (1) – ein geräuschvolles Interview mit Mareike Köhler

Wie klingen 10 Jahre Litradio? In dieser Mini-Podcastreihe führen wir Interviews mit aktuellen und ehemaligen Redaktionsmitgliedern von Litradio. 10 Jahre lang wurde hier viel über Literatur gesprochen. Nun ist es an der Zeit, Interviews ohne große Worte zu führen. Wir nehmen uns dieser Aufgabe an, indem wir unsere Gesprächspartner*innen nur mit Geräuschen auf unsere Fragen antworten lassen. Folge 1: Sprachlos mit Mareike Köhler In der ersten Folge schlürfen wir gemeinsam mit Mareike Tee, vertonen den Wunsch nach mehr Mut, Experimentierfreude und Öffentlichkeit für die Literaturwelt und fragen uns, was Thomas Gottschalk darin zu suchen hat. Source...
Das unsichtbare Schloss | Pfeil und Bogen

Das unsichtbare Schloss | Pfeil und Bogen

Nun ist es schon ein Jahr her, seit ich Nino kenne. Ein ganzes Jahr. Wir haben uns im Mai zum ersten Mal getroffen. An einem Tag, der stürmisch an den Fenstern rüttelte. Die Vögel am Himmel kämpften sich voran und die Bäume hielten an ihren jungen Blättern fest, damit der Wind sie nicht rupfen und forttragen konnte. Für meinen Schulweg brauchte ich zehn Minuten. Jedenfalls an anderen Tagen. An diesem Tag, von dem ich erzähle, kam ich nie bei der Schule an… An jenem Tag wurde ich, noch bevor ich die Haustür öffnete, von unserer Katze aufgehalten. Sie wollte mich jeden Tag davon abhalten, in die Schule zu gehen. Dann schlich sie mir schnurrend um die Beine und forderte mit ihren großen, sanften Katzenaugen, dass ich sie am Bauch und hinter den Ohren kraulte. Doch an diesem Tag, wollte sie nur kurz gestreichelt werden. Dann stupste sie mit ihrer Nase meine Hand und ging zur Tür. Als wolle sie sagen: Du musst jetzt los. Heute ist ein besonderer Tag. Auf den Straßen war kein Mensch. Viel zu grau waren sie, viel zu grau war der Himmel. Der Wind brauste, als erzähle er Schauergeschichten. Obwohl ich spät dran war, ließ ich mir Zeit. Ich hatte es nicht sonderlich eilig, in die Schule zu kommen… Als ich an der großen Bahnhofsuhr vorüber lief, zeigte sie fünf vor acht. Noch fünf Minuten also, dann würde die Glocke schellen und der Unterricht beginnen. Ich stellte mir vor, dass die Straßen deshalb so leergefegt waren, weil die Schule ausfiel. Im Winter passierte das manchmal, wenn der Schnee so hoch lag, dass die Straßen gesperrt...
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