Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Die Torte

Von Elisa Buhrke

Die Torte ist eine süße, meist runde Backware, die bei feierlichen Anlässen wie Hochzeiten oder Geburtstagen zum Einsatz kommt. Ursprünglich bezeichnete der italienische bzw. spätlateinische Begriff „torta“ ein rundes Brotgebäck oder eine herzhafte Pastete. Die heute gebräuchliche Verwendung als Sammelbegriff für verschiedenste Kuchen und Nascherein, entwickelt sich erst im 17. Jahrhundert.
Die Torte kann knusprig, cremig, weich oder klebrig sein. Sie besteht aus mehrschichtigen Lagen, bei denen Zutaten wie Sahen, Schokolade, Nüsse, Früchte etc. zum Einsatz kommen. Der Herstellungsprozess erfordert hohen Zeitaufwand wie auch grazile Handwerkskunst. Er unterteilt sich in das Anrühren und Kneten von Teigen, das Backen und schließlich das Dekorieren. Als „Kaloriensünde“ wird die Torte regelmäßig von Ernährungsberatern in Misskredit gezogen. Auf der anderen Seite ist sie nach wie vor ein wirkungsvolles Trostpflaster und Bestechungsmittel.

Ob als Gesichtsmaske, Bodylotion oder Haarkur – Torten mit hohem Creme-Anteil können gut für die Körperpflege verwendet werden. Auch im Bereicht Bodypainting macht die Torte eine gute Figur, wobei man mit Tortenteig und Zuckerperlen sehr hübsche Akzente wie Krümelkettchen oder Mosaikmuster setzen kann. Man kann die Torte auch als Kopfkissen einsetzen. Dank dezenter Duftnote Sie garantiert über ein sanftes Einsinken hinaus einen wohligen Schlaf. Umstritten ist, ob sich die Torte auch als Ersatz für Zahnpaste eignet.
So oder so, als Fensterglas oder Regenschirm sollte das Gebäck nicht entfremdet werden.
Quellen:

J. K. Rowling: „Harry Potter und der Stein der Weisen“, Carlsen Verlag, Hamburg 1998 (S. 80: „Während Harry eine Siruptorte verspeiste, …“)

C. Teubner, A. Wolter: „Backvergnügen wie noch nie“, Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes, Stuttgart Hamburg München (S. 68ff.: „Sonntagstorten – Wenn Gäste kommen“, „Birnen-Quarktorte“, „Quarktorte Winzerart“, „Käse-Sahnetorte“, „Ananas-Buttercremetorte“, „Stachelbeer-Baisertorte“, „Kokosnußtorte Basse Pointe“, „Burgenländer Mohntorte“, „Engadiner Nußtorte“, „Schwedische Mazarintorte“, „Spanische Vanilletorte“, „Wiener Kirschtorte“, „Orangentorte Alt-Yafo“, „Festliche Schokoladentorte“, „Mokkacremetorte“, „Aida-Torte“, „Birnen-Sahnetorte“)

G. Bartels: „Das Stück Torte muss stehen“, www.tagesspiegel.de, 22. Januar 2013 („Er gesteht, dass er Tortenstücke am liebsten stehend auf dem Teller hat, nicht liegend…“) 

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