Studium

Was hier passiert

Warum an der Domäne studieren? Eindrücke von Studierenden

Was ist was?

Kreatives Schreiben, Kulturjournalismus, Literarisches Schreiben, Lektorieren, Schreibforschung
Was ist kreatives Schreiben?

Lesen und Schreiben kann natürlich auch jeder allein. Zu Hause, im Café oder auf Reisen. In Hamburg, Weimar oder Wien. Wer aber Kreatives Schreiben in Hildesheim studiert, tritt in einen kommunikationsintensiven literarischen Produktionsraum ein. Man liest und schreibt noch immer viel allein, bespricht das Gelesene und Geschriebene jetzt aber in Seminaren und Werkstätten. Man eignet sich literarische Techniken an, verwirft manche, behält andere, experimentiert weiter und formt mit der Zeit seinen eigenen Ton. Mit Kommilitonen entwickelt man Projekte, hospitiert in Verlagen und gibt Bücher heraus. Im kritischen Dialog mit erfahrenen Autoren arbeitet man an den eigenen Texten und reflektiert immer wieder aufs Neue die eigene poetologische Position. Kreatives Schreiben in Hildesheim sind drei Jahre produktionsästhetische Intensivsterfahrung im Feld der Gegenwartsliteratur.

Was ist Kulturjournalismus?

Menschen, Dinge und Kontexte zeigen und erzählen, die man selbst noch nicht kennt und die vermutlich auch nur wenige derjenigen kennen oder so betrachtet haben, für die man schreibt. Kulturjournalismus kann investigativ sein oder mit Methoden des multimedialen Storytellings arbeiten, vor allem aber geht es immer um das Jetzt und um das, was morgen kommt. Kulturjournalismus ist zuständig für das Neue. Und er weiß, dass wir nicht aufhören, keine Ahnung zu haben. Also muss er fragen, weiterfragen, probieren, neue Kontexte erschließen. Um solche Kontexte wird es in Zukunft verstärkt gehen. Kontexte, in denen Medienbedingungen wie etwa die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption reflektiert werden. Kontexte, die durch gemeinschaftliche Produktion und Rezeption überhaupt erst hergestellt werden. Kontexte, die spannend sind, weil sie beweglich sind und man an ihnen teilhaben kann. So werden Portrait und Kritik, Interview, Glosse oder Reportage zu neuem Leben erweckt.

Was ist Literarisches Schreiben und Lektorieren?

Im Rahmen des Studiengangs Literarisches Schreiben und Lektorieren arbeiten die Studierenden an einem großen Schreibprojekt, das vier Semester lang von wechselnden Experten betreut wird: Von anderen Autoren, von Lektoren und Kritikern, von Agenten und Wissenschaftlern. Ziel dieser Arbeit ist eine stete, kontrollierte und reflektierte Beobachtung einer Projektentwicklung, von der ersten Idee bis zur Umsetzung eines fundierten Projektplans. Schreiben und Lektorieren sind die beiden zentralen Arbeitsterrains, die nicht nur in der Praxis verfolgt, sondern auch in ihrer Geschichte, ihren einzelnen Schritten und ihren Methoden untersucht werden. Die Projektarbeit wird ergänzt durch Studien zur Gegenwartspoetik, durch ein vertieftes Kennenlernen der Verlagsbranche und ihrer Tätigkeitsbereiche sowie durch ein umfassendes Studium der neusten Tendenzen globalen Schreibens.

Was ist literarische Schreibforschung?
Literarische Schreibforschung untersucht Fragen des produktiven Prozesses in den unterschiedlichen genrespezifischen und textsortenorientierten Ebenen des Literarischen. Sie tritt damit einerseits an die Stelle der alten Poetik, indem sie deren gattungstheoretischen Schematismus hinter sich lässt und den Akzent entschieden auf die flexiblen Entstehungsprozesse von Texten legt. Andererseits weitet sie den Blick auf eine Genealogie der kulturgenetischen Prozeduren insgesamt, weshalb Literarische Schreibforschung als prinzipieller Ansatz einer allgemeinen Poetik der Kultur gelten kann. Neben den in der Schreibforschung etablierten Szenarien der Schreibszene und der diese selbst wiederum reflektierenden Schreib-Szene untersucht die Literarische Schreibforschung neuen Typs vor allem die lokalen Grammatiken der die jeweiligen kulturelle Szenarien begründenden Sprachspiele in Geschichte und Gegenwart.

Projekte

Litradio ist ein Portal, das sich ganz der Literatur in ihrer akustischen Form widmet: Ein Literaturradio mit Lesungen und Vorträgen, Podcasts, Gesprächen und Hörspielen, bei dem sich die Benutzer ihr jeweils eigenes Programm selbst zusammenstellen; wann und wo immer sie wollen. Die Redaktion von Litradio setzt sich aus Studierenden der Universität Hildesheim und insbesondere des Studiengangs Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus zusammen.

Kontakt zur Litradio-Redaktion

PFEIL UND BOGEN ist die neue literarische Revue des Literaturinstituts Hildesheim: Ein lebendiges Jetztzeitarchiv der Gegenwartsliteratur. Hier kann man sich informieren über die neuen Bücher und Autor°innen, über die zentralen Debatten und Diskurse um die jüngere Literatur herum, über wesentliche poetologische und produktionsästhetische Positionen, über die neusten (gegenwarts-) literaturwissenschaftlichen Konzepte, über den Wandel des Betriebs, über die medialen Novitäten, Innovationen und Trends im literarischen Feld der Jetztzeit. 

PFEIL UND BOGEN sondiert in vier Kategorien:

  • Radar: Das Radar ortet, was Wellen schlägt und zeichnet literarische Bewegungen auf. Hier verdichten sich kritische Stimmen zu aktuellen Erscheinungen junger deutscher Literatur mit pointierten Blick: Rezensionen, Trends, Analysen.
  • Das Feld: Mit scharfem Blick kartographieren wir das literarischen Feld. Eine teilnehmende Beobachtung von und mit Akteuren und Bewegungen des deutschsprachigen Literaturbetriebs.
  • Sehnen: Wir sehnen uns nach Werken im Werden, nach dem Gewicht der eigenen Stimme, die sich langsam formiert. Fragmente, Freitext und Fiktion. Spannung bis zum Anschlag.
  • Abgebogen: Wir folgen Spuren, sammeln Fundstücke und unternehmen Grenzgänge, die uns in die Nebenstraßen der Gegenwart führen. Versatzstücke an den Rändern der Literatur.

Herausgeber sind: Jenifer BeckerGuido GrafKevin KuhnThomas KluppHanns-Josef OrtheilSimon Roloff und Christian Schärf.

Für PFEIL UND BOGEN wird laufend in zahlreichen Seminaren und Übungen zusammen mit den Studierenden produziert und ein regelmäßiges Redaktionsseminar sorgt für die Organisation des Unternehmens.

Kontakt: redaktion [at] pfeil-undbogen de

  • Diebesgut Am Anfang ein Wort. Beim Rowohlt Verlag träumt es sich seeluftig, in der Zeit kehren Hirn und Zukunft bei McDonalds ein. Es ist ein beständiges Schnüffeln nach Wörtern, die sich plötzlich anbrüllen, wild an den Füßen packen und zu etwas ...
  • Ja, sie kann Sage ich. Delius sagt nicht. Delius sagt, Angela Merkel kann keine Romanfigur werden, seine nicht, und damit zwar theoretisch noch die eines anderen, praktisch aber dann wohl eher nicht. Im dritten Sinn und Form-Heft dieses Jahres gibt Friedrich Christian Delius ...
  • Wir nehmen euch alle Wünsche Einem Menschen, der leben will, heißt es in Kafkas Prozess, hält die Logik nicht stand. Die Ordnung der Ökonomie, die sie aufrecht erhalten soll, schließt gerade das Lebensnotwendige, die Leidenschaft aus. Dieser Konflikt hat eine Geschichte und er hat die ...
  • Always Ultra Entwürfe, Pläne, Einfälle. Für eine Literatur des Konzepts 3
    Ich bin gerade auf den eingetragenen Verein Emotions Anonymous gestoßen, was ein zu gleichen Teilen wahnsinnig poetischer, zarter und trauriger namensgebender Begriffsbund ist. Die Tragik liegt im Kleinen, in Personen. In Deutschland hat ...
  • „wörter, ich mag sie nicht besonders“ Über Schreibszenen
    Die Schrift ist ein Bild für sich und hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Die Schrift macht es nicht so wie erwartet. Sie wirft Schatten an die Wand. Sie gebiert Monster und Überfluss. Ihre Werkzeuge sorgen für Unfälle ...
  • Kat Kaufmann: Die Nacht ist laut, der Tag ist finster In einer Welt, in der es zu viele Romane über depressive, Drogen nehmende Twentysomethings in Berlin gibt, schreibt Kat Kaufmann ihren zweiten Roman über genau so einen Typen. Wäre arschlangweilig geworden, wenn “Die Nacht ist laut, der Tag ist finster” ...
  • Des Schreibens Glück anselm glücks Texte sind das Ergebnis eines kollaborativen Schreibens. Aber kann man das behaupten, wenn wir zugleich davon ausgehen, dass anselm glück nur eine einzelne Person ist, ein Autor, der mit seinem Namen seine Autorschaft bezeugt? Der Kollaborateur anselm glück ...
  • Tobias Geigenmüller: Das ziemlich lebendige Leben des vermeintlich toten Elvis Er ist immer noch da! Wir haben es geahnt: Elvis lebt. Und jetzt bekommen wir endlich einen Roman auf der Höhe unserer Zeit! Die autofiktionalen Auswüchse der letzten Jahre lassen nur eines deutlich werden: Die klassische Fiktion hat ausgedient. In Das ziemlich lebendige ...
  • Über das Bedürfnis sich mitzuteilen: Porträt eines Kulturjournalisten Stefan Mesch würde sich selbst lieber im Internet als auf einer Hausparty kennen lernen. Er führt lieber Facebookdebatten anstelle von Smalltalk. Als freier Autor und Kulturkritiker darf er den ganzen Tag lesen. Er liest Neuerscheinungen, Blogartikel, Nachrichten, Kolumnen, Kommentare, Graphic ...
  • durch den betrieb was zwischen dir und mir immer wieder neu entsteht, das nennt man den betrieb.
    der vorstandsvorsitzende von rewe sagt: in der zukunft wird der supermarkt ein ort der begegnung sein.
    in der sprache meiner vorfahren gibt es ein altes sprichwort.
    ...

PROSANOVA ist das größte Festival für junge Gegenwartsliteratur im deutschsprachigen Raum. Text, Tanz und Gespräch in Hildesheim. Mit Literaturperformances, traditionellen und szenischen Lesungen, Diskussionen sowie Konzerten und Partys feiert die jüngste Autorengeneration ihr persönliches Bekenntnis zur Literatur.

In zahlreichen Veranstaltungen stellt PROSANOVA arrivierte neben noch unveröffentlichte Autorinnen und Autoren und tritt an, in Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren literarische Lebensentwürfe in individuelle Lesungsformate zu übersetzen.

Organisiert und kuratiert wird PROSANOVA 2014 von den Herausgeberinnen und Herausgebern der Literaturzeitschrift BELLA triste. Ein Team aus über 50 Studierenden der Universität Hildesheim arbeitet an der Umsetzung des Festivals.

BELLA triste ist eine Zeitschrift für deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Dreimal im Jahr präsentiert BELLA triste Prosa, Lyrik und Dramatik, Essays, Interviews und Reflexionen. So wird das Dickicht des jungen Erzählens umkreist, werden Schneisen geschlagen und Entdeckungen gemacht. Auf der Spur aktueller Tendenzen setzt BELLA triste der Vielstimmigkeit des Literaturbetriebs eigene Akzente entgegen: Seit dem Frühjahr 2001 erzählen die Ausgaben der BELLA triste davon, was uns, die Redaktion, am stärksten begeistert und fasziniert. BELLA triste zeigt: es gibt nichts Schöneres und Wilderes, Verschlungeneres und Spannenderes als die Literatur der Gegenwart – und ihre Zukunft.

Seit 2003 besteht der gemeinnützige Verein BELLA triste e.V. Die in der Satzung definierten Ziele des Vereins sind u.a. die Förderung und Pflege des “kreativen Umgang(s) mit Texten in Lesungen, Konferenzen und Veranstaltungen sowie in Publikationen”. Der Verein ist zudem Veranstalter von PROSANOVA, des ersten und größten Festivals für junge, zukunftsträchtige deutschsprachige Literatur, das alle drei Jahre stattfindet.

Landpartie 15
Landpartie

Landpartie

Landpartie 13

Die Landpartie ist die literarische Werkschau des Bachelor-Studiengangs „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ und des Master-Studiengangs „Literarisches Schreiben“. Seit 2005 erscheint sie jährlich mit einer Auflage von 400 Exemplaren – seit 2015 in Zusammenarbeit mit zuKlampen! Tolle Texte.

Die Erstsemesteranthologie bietet den neuen Studierenden des Kreativen Schreibens bereits nach einem Semester die Möglichkeit, eigene Texte in der Edition Paechterhaus zu publizieren. Sie entsteht im Rahmen von zwei Einführungsseminaren, in denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Kurzprosa und Notatverfahren beschäftigen, und ihre eigenen Texte wöchentlich intensiv diskutieren. Nach der Publikation der Anthologie finden im zweiten Semester mehrere Lesungen statt, bei denen die Autorinnen und Autoren Erfahrung mit dem Vortragen ihrer Texte sammeln. Da viele Literaturwettbewerbe eine erste Veröffentlichung als Teilnahmebedingung nennen, erleichtert die Erstsemesteranthologie unseren Studierenden darüber hinaus den Einstieg in den literarischen Betrieb.

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