Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Der Mensch

Von Justus Linnekugel

Der Mensch, auch Homo sapiens genannt, ist nach der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten. Der Mensch ist die einzige überlebende Art der Gattung Homo. Er ist in Afrika seit rund 200.000 Jahren fossil belegt. Von maßgeblicher Bedeutung für die Menschwerdung sind Interdependenzen zwischen genetischen, zerebralen, ökologischen, sozialen und kulturellen Faktoren. Zu den charakteristischen Merkmalen menschlichen Daseins gehören das Angewiesensein auf mitmenschliche Zuwendung und Versorgung in einer lang andauernden Kindheit, der Spracherwerb, geistige Anlagen sowie kulturelle und soziale Bindungen. Sein Bewusstsein erschließt dem Menschen unter anderem eine zeitliche und geschichtliche Dimension sowie ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst, zu den eigenen Antrieben, Handlungen und ihren möglichen Folgewirkungen.

 

Derzeit leben über 7,3 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Laut UN-Prognosen sollen es bis zum Jahr 2050 9,3 Milliarden sein und 2100 sogar 10,1 Milliarden. Es gibt große Schwierigkeiten, jeden Menschen mit Nahrung zu versorgen. Diese Probleme verschärfen sich noch aufgrund der rapide ansteigenden Anzahl der Erdbevölkerung, der Ausbeutung von ökonomischen Ressourcen und der ungleichen Verteilung der vorhanden Ressourcen auf einige wenige Länder. Gleichzeitig gibt es mehr Nahrung, als die Menschen, die über sie verfügen, essen können. Menschen schlachten Tiere unter unmenschlichen (sic!) Bedingungen, roden immer mehr Wald für Futterplätze und verarbeiten brauchbares Essen zu Tierfutter, wenn dann doch zu viel da ist. Traditionen und Konventionen regeln, dass Tiere zu essen gut und richtig ist, Menschen zu essen dagegen falsch. 
Ein Mensch besteht durchschnittlich aus 10 kg Protein, 1 kg Kohlenhydrate, 10-15 kg Fette, 5-40 kg Wasser und 3 kg Mineralstoffen. Mit einem solchen Menschen kann eine 4-köpfige Familie einen Monat lang überleben. Aus diesem Grund wird fortan jeder Bürger, welcher das siebzigste Lebensjahr überschritten hat, zum Wohle aller geopfert. Das bringt zugleich Vorteile für die Rentenentwicklung, die Finanzierung des Gesundheitssystems, die Weltbevölkerung wächst nicht mehr so stark und es werden in Zukunft weniger Flächen und Ressourcen für die Erzeugung von tierischem Fleisch benötit. 

https://youtu.be/JismZR7zp4U
Quellen:
Lévi-Strauss, Claude: Wir sind alle Kannibalen – Mit dem Essay »Der gemarterte Weihnachtsmann«, 2014, Suhrkamp Verlag
Zu Löwenstein, Felix: Es ist genug da. Für alle. 2015, Knaur Verlag

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