Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Kies

Von Franziska Trute

Ein Kieselstein ist ein 3- 30 mm kleiner, runder Gesteinstyp, der häufig auf natürlichem und seltener auf künstlichem Wege hergestellt wird. Hauptbestandteil dieses Gesteintyps sind Mineralkörner. Daher wird der Kieselstein auch als steiniger Sand bezeichnet.
Anlehnend an das hebräische Wort kis (Beutel) wurde im Rotwelschen „Kies“ zu einem Synonym für bares Geld, das auch noch heute gebräuchlich ist.
 
Dieses kleine, mit Engelslocken bedeckte Kind geht nach draußen, spielen, doch weil es es so schnell aufbricht, sind die roséfarbenen Schnürschuhe nur zur Hälfte geschnürt und schon passiert, was passieren muss: Geschrei, Wolkenbruch, Regen. Ein Fuß tritt auf einen Schnürsenkel, das Kind kippt und landet, kniegestreckt, im kiesbedeckten Vorgarten. Zieht man den Kieselstein wieder aus dem Knie heraus und stoppt die Blutung mit einem wasserfesten Pflaster, hat man ein Präsent für die Ewigkeit, etwas das bleibt bis man schrumpelige Füße hat: Narben.
Quellen:
Lemble, Jochen: Der Job ist mies, doch ich brauch den Kies: Ich fahr Taxi Tag und Nacht- die Freiburger Taxi Triologie, Band eins. Books on demand Verlag GmbH. Norderstedt, 2003.
S.69 „Der Jobs ist so mies, doch ich brauch den Kies.“
 
Fleuchaus, Elisabeth: Gartenblumen pflegen: Schritt für Schritt zu üppiger Blumenpracht. Gräfe und Unzer, München, 2008.
S.95 „Geben Sie der Pflanzenerde auflockerndes Material wie groben Sand oder Kies zu.“

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