Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Das Haarnetz

Von Antonia Bartels

Das Haarnetz ist eine Kopfbedeckung, die die Funktion hat, langes Haar zu halten. Es ist aufgeteilt in ein Band, was von der Stirn über die Schläfen zum Nacken verläuft und in ein System aus elastischen Bändern, die gleichmäßig angeordnete, quadratische Löcher formen (Netz), welche auf dem Haar liegen und es somit halten. Im Theater greift man zum Haarnetz, um das Haar der Schauspieler unter Perücken zu verbergen. Am häufigsten werden Haarnetze allerdings in der Küche verwendet. Damit kein Gast ein Haar in der Suppe findet, müssen Köchinnen und Köche mit langem Haar ein Haarnetz tragen. Wer Glatze trägt, braucht kein Haarnetz, ob Koch oder nicht.

Das Haarnetz könnte man als Einkaufsbeutel benutzen – unter der Voraussetzung, dass man sich auf ein bis zwei Artikel beschränkt. Spannt man das Netz über zwei im Boden steckende Stöcker entseht ein Tor, so könnten Kleinkinder im Garten mit einem Tennisball Fußball spielen. Meerschweinchenbesitzer könnten aus dem Haarnetz eine kleine Hängematte basteln, um dem Haustier eine Freude zu machen.
Aus mehreren Haarnetzen ließe sich ein Zaun bauen. Wer daran vorbeiläuft und meint, Essensreste zwischen den Zähnen zu fühlen, kann das Netz als Zahnseide benutzen.
Quellen:
Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.  Suhrkamp, 1976.
S.62 „Oder eben Kopfschutz, Haarnetz, wie die Frauen, womit einer dann aussieht wie markiert, wie bestraft.“

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