Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Die Flasche

Von Melanie Kuch

Die Flasche ist ein Behälter für Flüssigkeiten wie Getränke oder auch Putzmittel. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Materialien. So kann eine Flasche aus Glas, Kunststoff oder mitunter Metall bestehen und auch ihre Verschlüsse variieren von Korken über Kronkorken bis zu Drehverschlüssen. Die Geschichte der Flasche reicht weit bis in die frühen Hochkulturen zurück, wobei Flaschen zu dieser Zeit meist aus Ton bestanden.
Man kann eine Flasche als Baseballschläger verwenden. Als Ring zusammengebunden sind Plastikflaschen ein Ersatz für einen Schwimmreifen. Mit Flasche kann man andere Menschen gut beleidigen.
Als Halskette ist eine Flasche nicht sehr tauglich und auch, wenn man sie durchaus für eine Person als Schwimmreifen benutzen könnte, wäre ein Floß, das aus Flaschen gebaut wird, nicht sehr tragfähig.
Eine Flasche kann viel über ihren Besitzer aussagen. Benutzt er eine wieder auffüllbare Glasflasche, weil er die Umwelt schützen will oder ist er ungeschickt und hat Angst vor Scherben? Sammelt er Pfandflaschen,  um sie dann säckeweise abgeben und damit den Monatseinkauf bezahlen zu können?
Quellen:
In Walter Moers‘ Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“ dient die Flasche als Aufbewahrungsmittel für die „Leidener Männlein“. Diese sind „ein bei Zamonischen Wissenschaftlern populäres Mittel, um die Wirkungen von Chemikalien und Medikamenten im Modellversuch zu erproben, ohne dabei auf lebende Daseinsformen zurückgreifen zu müssen. […] In einer Flasche mit Nährflüssigkeit hält es bei guter Pflege und Lagerung ungefähr einen Monat.“
Die „Leidener Männlein“ werden vor allem von den Buchimisten für allerlei grausame Experimente missbraucht und der Protagonist Hildegunst von Mythenmetz entdeckt bei Phistomefel Smeik „sechs Stück der kleinen künstlichen Wesen die in ihren Flaschen randalier[t]en und gegen das Glas klopf[t]en.“

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