Enzyklopädie der Dinge

Hrsg. von Guido Graf, Marius Hoffmann und Florian Stern

Der Luftballon

Von Marisa Berg

Bei einem Luftballon handelt es sich um einen Gegenstand aus Kautschuk oder Kunststoff, der sich beim Befüllen mit einem Gas wie etwa Luft oder Helium erheblich zu einem meist birnenförmigen Hohlkörper ausdehnt. Von Professor Michael Faraday in London im Jahre 1824 erfunden, gilt der Luftballon inzwischen als beliebter Spiel- und Dekorationsartikel und hat sich damit besonders auf Festen in der westlichen Welt als Kultobjekt etabliert. Im Handel ist der Luftballon in diversen Farbtönen und Formvariationen erhältlich.
Im ungefüllten Zustand ist er etwa finger- bis handtellergroß und zeichnet sich durch eine elliptische Form aus, die an einem Ende in einen fingerdicken, meist etwa 3 Zentimeter langen Schlauch mit verstärktem Ende mündet. Zum Aufblasen benötigt man eine Pumpe oder einen Freiwilligen. Aufgeblasen wird der Ballon in der Regel zum Verschönern und Dekorieren von Räumen verwendet. Häufig wird er mit (Kinder-)Geburtstagen assoziiert.
Mit vielen Luftballons und ebensovielen Musikern, ließe sich ein ballonbasiertes Orchester gründen. Die Kompositionen würden sich durch die schrillen Pfeif- und Flatschtöne auszeichen, die entstehen, wenn die Luft eines Ballons langsam entweicht. Aufgrund seiner dekorativen Eigenschaften könnte der Ballon in kleinerer Ausführung außerdem als Ohrschmuck fungieren.
Dagegen ist die durchaus denkbare Nutzung eines Luftballons als Sitzgelegenheit aufgrund seiner filigranen Beschaffenheit eher riskant und wird infolgedessen nur selten praktiziert. Gleichermaßen verhält es sich mit dem Luftballon als Lampion. Selbst wenn man eine Glühbirne ins Balloninnere integrieren könnte, bekäme man lediglich ein wenig dauerhaftes Leuchtobjekt, da das Gummi der Ballonwand naturgemäß begänne, zu schmoren.
Quellen:
– Bürklein, M: Sport in der Prävention: Handbuch für Übungsleiter, Sportlehrer, Physiotherapeuten und Trainer. Dt. Ärzte-Verlag, Köln 2006. S. 80 („Kleine Spiele mit dem Luftballon.“)
– Hahn, U: Unscharfe Bilder. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005. („In den Pappeln, die den Schulhof begrenzten, hatte sich ein Luftballon verfangen.“) – Exenberger, H. (Hrsg.): Kurt Tucholsky lebt: Das Beste von Kurt Tucholsky. Tucholsky-Buch-Verlag, Baden 2006. S. 32 („Manche Gegenstände werden durch ein einziges Löchlein entwertet: weil an einer Stelle von ihnen etwas nicht ist, gilt nun das ganze Übrige nichts mehr. Beispiele: ein Fahrschein, eine Jungfrau und ein Luftballon.“)
– Löns, H: Der zweckmäßige Meyer: Ein schnurriges Buch. Adolf Sponholtz Verlag, Hannover 1911. S. 129 („Eines Tages kam der Vorsteher von Groß-Linke mit einem Leiterwagen angefahren, auf dem ein Luftballon lag, der dort niedergegangen war, und dieser Luftballon war gelb und schwarz gestreift.“) 

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